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Praktikantenleben – Erstens

Oktober 11, 2008 · Kommentar schreiben

Wie der ein oder andere vielleicht ohnehin schon weiß praktiziere ich zurzeit ja als brave Praktikantin, Werkzeugschlepperin, Unwissendes Wusel und auch als immer im Wegstehender Klotz Mensch in ner Schreinerei in der Nähe von Karlsruhe. Und das seit vergangenem Montag.

Mein Praktikum [brauche ich übrigens für die Studiererei, 6 Wochen Handwerk sind mindestens erforderlich] find ich bislang wirklich klasse. Der erste Montag begann zwar etwas „holprig“; vollständig übermüdet und leicht gestresst fegte ich recht pünktlich mit dem Rad auf den Hof, konnte grade mal „Guten Morgen“ sagen, als mir schon der erste Schwall Wörter um die Ohren gefetzt wurden. Irgendwas auf Badisch [was laut einer gewissen Person angeblich sexy macht, meiner Meinung nach einfach VIEL zu kuddelmudelig ist], was vermutlich etwas in Richtung „Guten Morgen, herzlich Willkommen, wir haben dich hier alle lieb“ oder aber auch „Mädchen, geh doch mal aus dem Weg!!“ heißen sollte. Die Sprachbarriere haben wir aber inzwischen schon fast überwunden, ich verstehe einen Großteil und meine allesamt lieben Kollegen geben sich auch Mühe, etwas „humaner“ zu reden, damit ich nicht nach jedem zweiten Satz verwirrt gucken muss.

Ich muss sagen, ich hab bisher schon ziemlich viel praktisches Zeug gelernt..

  • „Was ist ein Türband und wie baue ich es ein?“
  • „Was ist eine Aufdopplung?“
  • „Wie lackiere ich gefühlte Tausend Leisten ohne mich und die halbe Werkstatt mit Farbe zu beschmieren?“
  • „Wie bringe ich meine Kollegen dazu, erstaunt zu gucken?“
  • Wo muss ich mich hinstellen, um nicht eine volle Ladung Lack abzubekommen, wenn der Kollege eine Schiebetür lackiert?“
  • „Wie verdiene ich Trinkgeld?“
  • „Wie springe ich elegant auf einen Kleinlaster?“
  • „Wie reiße ich eine alte Holzwand in einem Altbaukeller ein ohne mich an den 10cm-Nägeln aufzuspießen?“
  • „Wie baue ich eine Zimmertür ein, nachdem ich die alte inklusive Verkleidung rausferissen habe?“
  • „Wie richte ich eine 275 x 120 x 10 Glastür auf, ohne selbige zu vernichten?“
  • „Wie fahre ich meinen verletzten, bleichen Kollegen zum Arzt und wie verbringe ich die zwei Stunden Wartezeit?“

Und vieles mehr. Man kann sagen: Die erste Woche war interessant, ich hatte einiges zu tun, höllischen Muskelkater in den ersten Tagen, aber fühle mich mit der Arbeit, den Kollegen und im Betrieb selbst schon ziemlich wohl [vor allem, wo ich langsam lerne, wo was hingehört und nicht mehr ständig nachfragen muss].

Solltet ihr jemals einen Schreiner engagieren: Kocht ihm einen Kaffee. Unheimlich tolle Sache, nach dem Einbau der neuen Küchenzeile erstmal nen warmen Kaffee zu trinken und sich dann mit der Aufräumerei zu beschäftigen =)

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Dinge im Leben

Juni 7, 2008 · 2 Kommentare

  • Grundschule:  √
  • Gymnasium:
  • Abitur:

Ja, gestern war also die zweite und letzte mündliche Abi-Prüfung. Nachdem ich mich am Donnerstag mit einer NSDAP-Rede auseinandersetzen durfte und Vergleiche zur Reichsgründung 1871 ziehen sollte [unvorbereitet!! D:] was mir dann doch noch 12 Punkte einbrachte, erwartete mich gestern ein Gedicht [J. W. v. Goethe, Mailied], dazu im Vergleich „Wald und Höhle“ aus Faust I, das Naturmotiv, Erläuterung der epochalen Zusammenhänge und insbesondere ein Vergleich mit der Romantik. Ach Gottchen.

Nach hardcore-schnell-quasseling [Viel Inhalt und 10 MInuten Vortragszeit] und einer einigermaßen gut laufenden Unterhaltung mit meinen werten Prüfern hier allerdings auch

12 Punkte!! *glücklich*

[Und für alle Österreicher, die unser Oberstufen-Notensystem nicht verstehen [nicht wahr, Dominik ;) ]: 15, 14, 13 Punkte entsprechen dem Einserbereich, 12, 11, 10 dem Zweier, 9, 8, 7 dem Dreier usw..]

Im Anschluss gab es dann sogar Blümchen von der Familie, die endlich gedruckte Abizeitung [Ich bin stolz!] und einen Autocorso durch die Innenstadt. Sogar die Polizei war gnädig mit uns.

Nach einem kurzen Abstecher auf ein Grillfest, auf das ich eigentlich gar nicht eingeladen war [aber was macht man denn nicht alles...?] dann noch auf ne Party einer Freundin, um 4 Uhr ins Bett gesunken und jetzt auf der Suche nach irgendjemandem, der Zeit hat, mit mir aufs Pornophonique-Konzert zu gehen, nachdem Ola mich sträflichst!!! unter der Angabe von guten Gründen versetzt hat.

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Schlossgrabenfest No.X 2008 Part II

Mai 31, 2008 · Kommentar schreiben

Nachdem gestern einerseits wegen des Regens und andererseits wegen meiner unmotivierten Begleitung musiktechnisch nicht sooo viel zu holen war folgte heute das totale Kontrastprogramm zu der „Enttäuschung“ gestern.

Zunächst begeisterten

PORNOPHONIQUE

mit altbekannten Gaming-Klängen. Zur Erklärung: Zwei männliche Wesen, eine Akustik-Gitarre, ein Game Boy Classic. Grandiose Musik. Kannte das Ganze zwar schon von vorher, die sympathische Live-Show mit einigen Lachern und sehr freundlicher „Moderation“ war aber auch echt toll. Über dies hinaus lässt sich ihre Musik netterweise auch noch kostenlos laden und hören, wobei ich inzwischen auch ernsthaft drüber nachdenke, mir die CD zu schenken. Also Leute, gebt 12 € aus und holt euch das Wunderwerk. Am Ende geht noch der Gameboy kaputt und die beiden können sich keinen neuen leisten!! [Was ich ja wirklich nicht hoffe! Das ist Werbung. Auf meinem Blog. Ohmeigosh!]

Pornophonique – Sad Robot

Nach einer kurzen Umbaupause, in der wir ordenlich nass geregnet wurden, folgten dann

MINI MOUSTACHE

très francais und très lustisch mit ihre frangsösische Chansons. Vor allem als sie beim Ton-Setting kurzzeitig einige Takte „AIR“ gespielt haben, haben sie sich meine Zuneigung gesichert ;) Zwar haben wir keine Gratis-CD fangen können, dafür aber über Industrie-Design gefachsimpelt [Jungs, das gibt es tatsächlich, fragt doch Onkel Google!! ;) ], die obligatorische Party-Kippe geschnorrt und ordentlich gedanst. Gerne wieder!! Hört euch die Musik an, göttlichst!! C’est la moustache qui fait ca!

Mini Moustache – Tourtrailer

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Schlossgrabenfest No.X 2008

Mai 30, 2008 · 1 Kommentar

Gestern dann doch die Bücher niedergelegt und aufs zehnte Schlossgrabenfest (Zur Erinnerung: Eines der größten kostenlosen Musikfestivals Hessens) gegangen, weil ich ja eigentlich nur die grandiose Band

FLOWIN’ IMMO et les freaqz

[in der nebenbei erwähnt Olas ultracooler Bruder Bass spielt [ist das jetzt geschleimt ;) ?]] sehen wollte. Ich würde auch absolut nicht enttäuscht und kann jedem empfehlen, sich einmal im Leben einen Auftritt dieser „Freaqz“ anzusehen. Ich will bitte Immos Anzug haben, den er nach dem eigentlichen Auftritt trug [denn den anderen hat sich moralisch schon die Ola gesichert ;) ]

Flowin’ Immo et les freaqz – Vogelfrei

Danach wollten wir eigentlich nur noch mal kurz in die Musik des Headliners,

JAMARAM

reinhören und dann zwecks Hardcore-Abi-Learning auch wieder verschwinden. Allerdings haben uns Musik und durchaus lustige, kreischende Groupies davon abgehalten und wir mussten quasi einfach bleiben. Es ging gar nicht anders…

Jamaram – Explosion

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Gänsehaut

Mai 26, 2008 · 2 Kommentare

Nach dem gestrigen „Lagerfeuer bei Sonnenuntergang am Rhein“-Event mit ein paar Leuten aus dem Jahrgang habe ich Sand in den Schuhen, bin immer noch verdammt müde, mein Rücken schmerzt und ich fühl mich gut.

Ist ja eigentlich nicht mehr so ganz meine Musik, aber gestern passte es einfach viel zu gut ins Stimmungsbild; ich hör das Lied [dank einer gewissen Person, deren Namen ich nie nennen soll^^] grade auf und ab.

Böhse Onkelz – Koma

Ich sinke ins Licht

in endlose Leere

Nur dunkles Geheimnis

erdrückende Schwere

ich träume wahnsinnige Träume

von Gnade und Verzeihen

erhabene Momente…

Für die Ewigkeit

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Bonziger Nachtrag

Mai 15, 2008 · 2 Kommentare

Achtung, overdressed!

Part II unserer Mottowoche stand unter dem Thema „Bonze/overdressed“.

Somit habe ich mich also den ganzen Tag auf furchtbaren Pumps herumgequält, mit dekadenten Blicken um mich geworfen und kleine Kinder hoheitsvoll ignoriert.

Weitere Highlights: Essen bei Mecces, Zigarrenkauf und das kurze Stelldichein bei der Bank :D :D

Nebenbei erwähnt: Man mag jetzt denken was man will, aber ich war echt beeindruckt von unseren Jungs. Holla, sahen die alle gut aus im Anzug!!! Alter Verwalter…. ;)

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Assi, altaa!

Mai 13, 2008 · 3 Kommentare

Heute der Auftakt unserer 13er Mottowoche, der Assi-Tag.

Hier mal eine nciht ganz so assi wirkende Nahaufnahme meines unglaublich assigen Cindy-aus-Marzahn-Outfits. … War hammer lustig. Morgen overdressed. Ich schwitze jetzt schon!

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Fundstück in eigener Sache

Mai 4, 2008 · Kommentar schreiben

Weil ich gerade auf diesen Artikel über meine Komparsen-Schufterei stieß: Lesen und meine Berühmtheit spüren ;)

Über dies hinaus findet sich in der downloadbaren Ausgabe des Darmspiegels [Darmstädter Studentenmagazin, keine Angst vor dem Namen ^^] auch der ein oder andere Beitrag zum Thema.

Und jetzt geh ich mal die Sonne anbeten! Habt nen schönen Sommer-Sonntag!

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Hollywood, ich komme!

April 30, 2008 · 4 Kommentare

..Oder warum aus mir doch noch ein Filmstar wird.

Wie schon vor einigen Tagen versprochen hier jetzt (endlich) der groooooße Bericht der kleinen Komparsin Hannah.

Als mich vergangene Woche Donnerstag ein Anruf erreichte, ob ich nicht am Dienstag, den 29.04. Zeit habe, einige Stunden für die Kinoproduktion „13 Semester„, die zurzeit in Darmstadt und Frankfurt läuft, als Komparse vor der Kamera zu sitzen, zu laufen, zu essen, gut auszusehen [:P], fiel ich zunächst aus allen Wolken, sagte aber, als ich auf dem Boden angekommen war, natürlich sofort zu.

Ich sollte mich also mit Frühlings- und Herbstklamotterie ausgestattet am Dienstag in der FH-Mensa in Darmstadt einfinden, bitte recht viel Auswahl und bitte ins Jahr 2004 passend.

Alles kein Problem, und so stand ich am frühen Dienstag morgen mit einer Riesen-Tüte voll verschiedener Frühlings- und Herbstsachen in der Mensa, um dann zu erfahren, dass auf Sommer umdisponiert wurde.

Kalt, sag ich euch, kalt! So im End-April bei Wind und [zu dem Zeitpunkt zumindest] kühlem Wetter in kurzer Hose und Flip-Flops.

Aber zunächst mal kurz zum Film an sich:

Es geht um das Leben von Momo (Max Riemelt), der zum Studium nach Darmstadt zieht und dort die Irrungen und Wirrungen des Studentenlebens erlebt. Kurz und knackig, könnte man meinen.

Kurz und knackig war der gestrige Drehtag allerdings dann doch nicht, 14 Stunden Arbeit für alle waren dann doch anstrengender als man denkt. Aber immerhin, ich bin unzählige Male durch’s Bild gelatscht, mit Tablett, ohne Tablett, habe mich stundenlang angeregt mit anderen Komparsen „unterhalten“ und neben viel Spaß auch noch einige nette Leute kennengelernt [Die ich vermutlich nie wiederfinden werde^^].

Zumindest kann ich jetzt guten Gewissens Werbung für den Film machen: Leute, 13Semester angucken!!! Es lohnt sich!! Vor allem könnt ihr mitten während der Kinovorstellung aufspringen und lauthals durch den Saal brüllen: „DIE KENN ICH!!!“ Wenn ich irgendwo im Hintergrund als orange-/rot-/türkisfarbener Fleck erscheine. Viel Spaß :)

Fazit: Komparse sein ist anstrengend, macht aber trotzdem verdammich Spaß, so ein Dreh ist ne wirklich interessante, wenn auch wuselige Angelegenheit und die 14h „Arbeit“, die ich hatte, würde ich jederzeit wiederholen. Und wenn die erste Regiassistentin auch noch Vanessa heißt, wird alles gut :)


Der Beweis, Max und ich

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Abiparty revisited

April 26, 2008 · Kommentar schreiben

Auf der Feier-Ebene eindeutig Top, mit Grillen vorher auf dem Schulhof, Getränken aus dem Jahrgangsvorrat und Musik aus den Autos, danach der – wie sollte man es anders erwarten – hochkarätigen Open-Air-Tanzerei bei gutem Wetter… Man kann sich wirklich nicht beschweren.

Auf zwischenmenschlicher Ebene allerdings ein totales Desaster…

Keine Lust, darüber jetzt noch zu reden, nein danke!!!

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