Reisebericht Weimar die Zweite
ICE Weimar > Darmstadt, 14.07.09
Nach der endlos erscheinenden WG-Sucherei, einem gemütlichen Balkonabend (statt Party, wie ursprünglich geplant), spontanen Besuchen und (wie schon berichtet) für meine Verhältnisse ausführliche Streetart-Fotografie (Wenn man genau guckt, hat WE da einiges zu bieten, vor allem was Stencils angeht, Graffiti und Sticker sind da eher selten vertreten) hier mein offiziellstes Resümée der letzten drei Tage.
Einige sehr schöne WGs, mit größtenteils netten, wenn auch stellenweise etwas introvertiert/zurückhaltend wirkendenden „Vielleicht-Mitbewohnern“.
Einige sehr abgefuckte Altbauten, bei denen man dann doch Angst hatte, dass sie den nächsten Winter nicht überstehen.
Die Diskussion ob Kohleofen oder nicht (meine „Freunde vom Fach“ raten ja strikt davon ab.. Hat irgendjemand Erfahrung mit Kohle schippen? Zentralheizung ist dann doch gemütlicher, oder?).
Eine große Liebe zu einer Villa, deren Bewohner mich heute früh mit einer Absage-Sms WECKTEN!
Zweimal „Naja, wir wissen noch nicht, Erstsemester und so.. Aber wir melden uns…“.
Eine chaotische Noch-Männer-WG, die noch halb am Schlafen war, als ich um halb Zwölf (Wie kann ich nur?
) anrief, die aber bereitwillig Kaffee kochte und dann erstaunlich viel zu erzählen hatte.
Spontaner Besuch bei Bekannten von Bekannten, die jemanden kennen, bei dem demnächst was frei wird: Hammerschöne, offene und großzügige Wohnung, deren Mietpreis sogar voll in meinem Budget läge (Notiz an mich selbst: Nach weiteren Aussagen von WGs die Hausverwaltung anrufen).
Eine Wohnung genau neben meinen Lieblingsarchitekten. Mit Hochbett. Topp!
Und letzten Endes eine WG mit Leuten, mit denen ich mich noch stundenlang hätte weiter unterhalten können. Wenn da nicht die Abfahrtszeit des Zuges gewesen wäre, in dem ich gerade sitze (Leider ohne Wlan, verdammt. Und mein Buch ist auch schon längst ausgelesen).
Nunja, warten wir ab, was die Zukunft in Richtung Wohnen bringt. Trotz dem ein oder anderen Dämpfer ist die Stadt selbst immer noch ein Traum – vor allem, weil im Gegensatz zum letzten Mal zeitweise sogar die Sonne schien.
Die nächsten Punkte auf meiner viel zu ausführlichen Wochen-to-do-Liste:
Ola feiern.
Arbeiten. (Frühschicht. Hör mir auf!)
Ola feiern die Zweite.
Schlafen.
Einkäufe für Melt!
Viel zu wenig Schlafen.
Melt!
Doch, man könnte sagen, das war und wird eine gute Woche.