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Kategorien: art
„Uns verbrennt die Nacht – Ein Roman mit Jim Morrison“ – Craig Kee Steete
Sollte ich – zugegeben, vor lauter Langeweile im noch 2,5h fahrenden ICE nach Hause – wirklich mal eine (kurze?) Buchrezension schreiben?
Ein wenig Kultur neben Sinnfrei-Posts und Melt!-Freuerei täte meinem Blog mit Sicherheit auch mal gut..
Wie schon gesagt, hier dreht es sich um „Uns verbrennt die Nacht“, im englischen „Burn down the night“ („Moooment“, könnte der geneigte Leser sagen, „das heißt doch letzten Endes genau das Gegenteil.“), veröffentlicht 1982, geschrieben von Craig Kee Steete.
Nach einem Tweet von @thombl kam ich auf die Page http://www.zufallsbuch.de , die, wie auch immer, aus dem recht umfangreichen Sortiment eines gewissen Online-Buchladens (Ach, nennen wir das Kind beim Namen – Amazon) nach dem Zufallsprinzip Bücher auswählt, versuchte ich auch mal mein Glück. Im zweiten Anlauf (Ein Sachbuch über Esoterik für Schwangere brauche ich dann doch eher nicht.) wurde mir ein Taschenbuch präsentiert, Rororo, mit einem farbverfälschten Portrait von Jim Morrison auf dem Cover. Welche Frau, die sich auch nur grenzwertig mit der Musikgeschichte auskennt, „the Doors“ zwar nicht unbedingt vergöttert, aber doch wertschätzt könnte bei dem Anblick (ein hübscher Kerl war er dann doch. Wirklich.), einem Preis von 7,95€ und noch dazu sehr vielen guten Kundenrezensionen Nein sagen? Gesagt, getan, gekauft.
Grob gesagt geht es um das Leben eines 15-jährigen Halb-Cheerokees (es handelt sich um eine teilweise Autobiographie von Craig Kee Steete selbst), der zwischen Drogen, Musik, Frauen, der Straße L.A.s und Partys, zwischen dem Wohlgefühl des Trips und dem Unwissen, wo er eigentlich hingehört, sein Leben lebt und – Anfang der Geschichte – dem Doors-Frontmann Jim Morrison begegnet, der am Anfang noch bester Partykollege ist, dessen Position in der Welt des Protagonisten sich aber Seite für Seite langsam verändert.
Wie der Klappentext allerdings schon sagt, Steete hat „mit seinem Roman um den legendären, früh verstorbenen „Doors“-Chef kein Heldenepos geschrieben“. Im Gegenteil. Lächelt man am Anfang noch über Textstellen wie
„Es war die Sorte Party, bei denen der Gastgeber kleinen Kindern die Herzen rausschneidet und dann ‘ne Cola-Flasche in die offene Wunde steckt, damit die Gäste ihren Spaß haben (…) die einheimische Brut. Motorradfreaks. Die Surfermädchen. Die, die einen am Keks haben und die, die einem auf den Keks gehen.“,
so fühlt man sich (so fühlte ich mich) mit fortlaufender Geschichte, mit der Realisation, dass mit Sicherheit nicht alles der Realität entsprach, aber schockierenderweise wohl doch mehr als „einiges“, abgestoßen. Angewidert. Und gleichzeitig konnte ich nicht aufhören, zu lesen, auch wenn die philosophischen Ausschweifungen Morrisons und des Protagonisten für ein schlichtes Überfliegen doch zu anstrengend sind.
Das mag einerseits an der Story selbst liegen, andererseits an Steete’s Schreibe, die mal abgehackte Einwortsätze und dann wieder halbseitenlange Nebensatzkonstruktionen erstaunlich gut unter einen Hut bringt.
Nach den 251 Seiten war ich erstmal platt. Von der Wuchtigkeit der Geschichte selbst, von den größtenteils doch eher unschönen Bildern im Kopf, von der Sinnlosigkeit der Geschehenisse und dem Ende, das man irgendwie kommen sah und dann doch nicht (das ich aber auch nicht ausführen werde), umgehauen.
Um mal ein kleines Fazit zu ziehen: Meiner Ansicht nach ein gutes Buch. Nicht unbedingt schwierig, aber dennoch, trotzdem es sich schnell lesen lässt, schwierig. Trotz oder gerade wegen der nicht geschönten Geschichte des L.A. der 60er wirklich empfehlenswert, wenn auch nicht unbedingt für sanfte Gemüter.
Wie schon John Lennon zum Buch sagte: „Uns verbrennt die Nacht ist der beste Rock’n'Roll Roman. Mehr als das: Es ist eine Achterbahn zur Hölle…“
Kategorien: art · literature
Zwecks Wohnung/WG-Suche bin ich gerade in meiner Wahlheimat Nummer eins, schaue mir mehr oder weniger ansprechende Wohnungen an (Nein, bis jetzt war’s ganz gut!), strolche durch die Straßen und – jäi – entdecke stellenweise echt gute Streetart. Hier mal ein paar meiner Entdeckungen, Weiteres folgt vielleicht ja noch..
{Warum der Mac es nach dem Drehen richtig anzeigt, mein Blog aber nicht, kann ich wirklich nicht sagen!!}
{Frauenportraits sind scheinbar gerade in Mode. Ich find’s top!}
{Die daily Portion Wunderland. Zweipunktnull.}
{Kopf schwenk 90° nach rechts.}
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[http://www.youtube.com/watch?v=BpWM0FNPZSs&feature=player_embedded] [via Wooster Collective]
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Am Rande möchte ich mal eben bemerken, dass ich noch lebe, ja, dass es mir sogar ausgesprochen gut geht, denke ich. Ich stresse nur rum, wegen der montägigen Aufnahmeprüfung [für die ich (wie gesagt?!) eine Mappe brauche, die bislang noch nicht zu hundert Prozent fertig ist].
Gab ich in meinem Portfolio eigentlich den Link zu meinem Blog an? Ich denke ja; also sollte ein Mitglied meines geschätzten Prüfungskomitees über diesen Eintrag stolpern und sich wundern, dass ich noch immer [soll heißen: etwas mehr als 48 Sttunden (OHMEINGOTT!!!)] an der Mappe sitze: So bin ich. Ich arbeite immer auf den letzten Drücker. Dann aber auch konzentriert und – wie ich denke – gut.
Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.
Bevor ich mich wieder der Produktzeichnung widme, hier noch ein paar musikalische Schmankerl, die mir neben exzessivem Kaffeegenuss und Frusteinkauf beim Kunstbedarfsladen die Laune rettetettetetteteten.
The Raconteurs – Steady As She Goes
Nicht Kate Nash, sondern
Florence and the Machine – Kiss with a Fist
Phoenix – Lisztomania
sowie sämtliche Lieder von Radiohead, die ich hier habe. Ich danke Euch allen, ihr lieben Musiker!
Tomte – Ich sang die ganze Zeit von Dir
Weißt du was du mir bedeutest?
Auf einem Platz in meinem Herz
Steht dein Name an der Wand
Und ich will dass du es erfährst
Ich werde immer an dich glauben
Egal was auch passiert
Manche singen von ihm
Ich sang die ganze Zeit von dir
Der heutige Tag begann mit Weckerklingeln um 04:30, soviel dazu. Seitdem bin ich topfit, unglaublich!
Ein weiterer Vorteil meines neuen Jobs als Ihre freundliche Bäckereiverkäuferin [Geschäftslächeln] ist, dass ich den ganzen Tag keinen Appetit auf sämtliche süßen Leckereien hab. Wenn man das Zeug stundenlang einpackt, umschichtet, usw muss man’s echt nicht mehr essen. Sehr gut.
Neben neuem Job, neuen Klamottjes [gestern Zwangsshopping] hab ich mir dann heute in 50minütiger Schnippelarbeit dann gleich noch ne neue Frisur zugelegt. Quasi Rundumerneuerung. Hach, schöner Tag!
…Gibt’s natürlich auch in zivilisiert ohne Wuselwuschel, aber heute ist mir nach „Like a tigerrrrrr“
Peter Bjorn and John – Lay it Down
She was your only home
And still you let her down
Empire of the Sun – Walking on a Dream
Thought I’d never see
The love you found in me
Now it’s changing all the time
Living in a rhythm where the minutes working overtime
Nein, das sind nicht MGMT. Ich mag sie trotzdem.
Ich hinke der Zeit vermutlich mal wieder hinterher und alle kennen es schon, aber ich entdeckte es gerade erst. Die neue Calvin-Harris-Single, die sich „I’m not Alone“ nennt. Zunächst (im Vergleich mit dem I Created Disco-Album) recht ruhig, findet dann aber zu den üblichen Harris-Klängen zurück. Natürlich wieder mit schönen Frauen und Fly-Eyes.
Ich find’s klasse und möchte es Euch hiermit sehr ans Herz legen.
Calvin Harris – I’m not Alone
if I see a light flashing
could this mean that I’m coming home
if I see a man waving
does this mean that I’m not alone
Hiermit ein herzliches Dankeschön an Ola für’s Foto und an die Sneakergirls für den Upload.
I love my Circa 8-Tracks!
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