Beiträge vom Juli 2009

Umschwung.

Juli 27, 2009 · Kommentar schreiben

Klaxons – Atlantis to Interzone

From Atlantis to interzone
You start at the edge and you end on your own.

Nach knapp 13 Minuten auspowerndem Trampolingespringe (Wer jetzt denkt „Nur 13? Lusche!“, der kann mich mal!), Schweißausbruch und Knacks im linken Fuß stelle ich fest: Hier muss sich was ändern. Sofort.

Ich will mich auch mögen, wenn ich allein in meinem Zimmer sitze und semi-zufriedenstellende Mails lese. Nicht nur, wenn ich unter den besten Menschen der Welt bin und mich über Baby-Mäntelchen bei Ikea amüsiere. Oder mich mit anderen Menschen auf Absturzparties abstürzen lasse.

Und daran wird ab sofort gearbeitet.

Patrick Wolf – Vulture

And the big wheels turn turn
And all your forest fires burn
And all my dead meat yearns
For the vulture’s return


Kategorien: interior monologues · psychology

MeltDoku

Juli 27, 2009 · 3 Kommentare

Schon auf dem Melt! wunderte ich mich, als Ola und ich mit unseren semi-schönen Knicklichtbrillen von großen Kameras beim Tanzen gefilmt wurden. Schon auf Melt!, doch vor allem danach wurden Gerüchte um einen Filmdreh über’s Festival laut, heute die Bestätigung:

Von Schafen, Stahl und Stromgitarren – unser Film zum Melt!-Festival 2009


Im Auftrag der Mediengruppe RTL Deutschland haben wir die Macher des Melt!-Festivals vor und während des Events mit der Kamera begleitet um euch einen Eindruck zu vermitteln, wie es hinter den Kulissen dieses tollen Festivals aussieht.
Diese einstündige Doku wird hoffentlich bald im TV zu sehen sein, einen kleinen Vorgeschmack bietet der folgende Trailer.

Auch wenn die Doku es sehr schwer haben wird, das „Melt!-Gefühl“ in bewegte Bilder zu packen, auch wenn es sicher noch mehr Wehmut auslösen wird. Ich freue mich drauf.

[via Melt!Doku]

Kategorien: Melt! · love

Mäh

Juli 25, 2009 · Kommentar schreiben

Schon seit Post-Melt!-Dienstag habe ich vor, zu bloggen – über das Melt!, über die inzwischen erfolgreiche Wohnungssuche, über die notorische Feierei….

Doch es will und will einfach nichts werden, in meinem Kopf. Bin zu beschäftigt, mit oben genannten Dingen, mit mir selbst, mit der Überlegung über eine neue Verliebtheit, die vermutlich mal wieder im höchsten Maße unvernünftig ist. Aber man kann es sich nicht aussuchen. Und muss wohl erstmal abwarten.

Melt! kommt aber noch. Versprochen!

Kategorien: interior monologues · life · love

Abwesenheitsnotiz

Juli 16, 2009 · 2 Kommentare

Dass ich in den nächsten Tagen auf dem wundervollen, kongenialen, trotz Absagen (Foals. Metronomy. Zum Heulen!!) geilstensen Melt! weile, dürfte ja nach den letzten Tagen wohl keine Überraschung mehr sein.

Während ich schwitzend und viel zu spät (Scheiß auf Zeitplan und Schlaf) die letzten Sachen packe, die Route für die Fahrt ausdrucke und Rilo Kiley lausche, wünsche ich euch Daheimgebliebenen ein wunderbares Wochenende.

Abgesehen davon fände ich es sehr, sehr positiv, wenn sich die Melt-Orga mal überlegen würde, tollen, meltenden Bloggern wie (beispielsweise) Beliar, Hulza, Ola, Antilogik und natürlich auch meiner Wenigkeit für’s nächste Jahr eine Karte zu schenken. Das wär doch mal was ;)

Bis Montag oder so.

Kategorien: Melt! · freedom · life · love · music

Literaturiges

Juli 15, 2009 · Kommentar schreiben

„Uns verbrennt die Nacht – Ein Roman mit Jim Morrison“ – Craig Kee Steete

Sollte ich – zugegeben, vor lauter Langeweile im noch 2,5h fahrenden ICE nach Hause – wirklich mal eine (kurze?) Buchrezension schreiben?

Ein wenig Kultur neben Sinnfrei-Posts und Melt!-Freuerei täte meinem Blog mit Sicherheit auch mal gut..

Wie schon gesagt, hier dreht es sich um „Uns verbrennt die Nacht“, im englischen „Burn down the night“ („Moooment“, könnte der geneigte Leser sagen, „das heißt doch letzten Endes genau das Gegenteil.“), veröffentlicht 1982, geschrieben von Craig Kee Steete.

Nach einem Tweet von @thombl kam ich auf die Page http://www.zufallsbuch.de , die, wie auch immer, aus dem recht umfangreichen Sortiment eines gewissen Online-Buchladens (Ach, nennen wir das Kind beim Namen – Amazon) nach dem Zufallsprinzip Bücher auswählt, versuchte ich auch mal mein Glück. Im zweiten Anlauf (Ein Sachbuch über Esoterik für Schwangere brauche ich dann doch eher nicht.) wurde mir ein Taschenbuch präsentiert, Rororo, mit einem farbverfälschten Portrait von Jim Morrison auf dem Cover. Welche Frau, die sich auch nur grenzwertig mit der Musikgeschichte auskennt, „the Doors“ zwar nicht unbedingt vergöttert, aber doch wertschätzt könnte bei dem Anblick (ein hübscher Kerl war er dann doch. Wirklich.), einem Preis von 7,95€ und noch dazu sehr vielen guten Kundenrezensionen Nein sagen? Gesagt, getan, gekauft.

Grob gesagt geht es um das Leben eines 15-jährigen Halb-Cheerokees (es handelt sich um eine teilweise Autobiographie von Craig Kee Steete selbst), der zwischen Drogen, Musik, Frauen, der Straße L.A.s und Partys, zwischen dem Wohlgefühl des Trips und dem Unwissen, wo er eigentlich hingehört, sein Leben lebt und – Anfang der Geschichte – dem Doors-Frontmann Jim Morrison begegnet, der am Anfang noch bester Partykollege ist, dessen Position in der Welt des Protagonisten sich aber Seite für Seite langsam verändert.

Wie der Klappentext allerdings schon sagt, Steete hat „mit seinem Roman um den legendären, früh verstorbenen „Doors“-Chef kein Heldenepos geschrieben“. Im Gegenteil. Lächelt man am Anfang noch über Textstellen wie

„Es war die Sorte Party, bei denen der Gastgeber kleinen Kindern die Herzen rausschneidet und dann ‘ne Cola-Flasche in die offene Wunde steckt, damit die Gäste ihren Spaß haben (…) die einheimische Brut. Motorradfreaks. Die Surfermädchen. Die, die einen am Keks haben und die, die einem auf den Keks gehen.“,

so fühlt man sich (so fühlte ich mich) mit fortlaufender Geschichte, mit der Realisation, dass mit Sicherheit nicht alles der Realität entsprach, aber schockierenderweise wohl doch mehr als „einiges“, abgestoßen. Angewidert. Und gleichzeitig konnte ich nicht aufhören, zu lesen, auch wenn die philosophischen Ausschweifungen Morrisons und des Protagonisten für ein schlichtes Überfliegen doch zu anstrengend sind.

Das mag einerseits an der Story selbst liegen, andererseits an Steete’s Schreibe, die mal abgehackte Einwortsätze und dann wieder halbseitenlange Nebensatzkonstruktionen erstaunlich gut unter einen Hut bringt.

Nach den 251 Seiten war ich erstmal platt. Von der Wuchtigkeit der Geschichte selbst, von den größtenteils doch eher unschönen Bildern im Kopf, von der Sinnlosigkeit der Geschehenisse und dem Ende, das man irgendwie kommen sah und dann doch nicht (das ich aber auch nicht ausführen werde), umgehauen.

Um mal ein kleines Fazit zu ziehen: Meiner Ansicht nach ein gutes Buch. Nicht unbedingt schwierig, aber dennoch, trotzdem es sich schnell lesen lässt, schwierig. Trotz oder gerade wegen der nicht geschönten Geschichte des L.A. der 60er wirklich empfehlenswert, wenn auch nicht unbedingt für sanfte Gemüter.

Wie schon John Lennon zum Buch sagte: „Uns verbrennt die Nacht ist der beste Rock’n'Roll Roman. Mehr als das: Es ist eine Achterbahn zur Hölle…“

Kategorien: art · literature

WG-Terror

Juli 15, 2009 · Kommentar schreiben

Reisebericht Weimar die Zweite

ICE Weimar > Darmstadt, 14.07.09

Nach der endlos erscheinenden WG-Sucherei, einem gemütlichen Balkonabend (statt Party, wie ursprünglich geplant), spontanen Besuchen und (wie schon berichtet) für meine Verhältnisse ausführliche Streetart-Fotografie (Wenn man genau guckt, hat WE da einiges zu bieten, vor allem was Stencils angeht, Graffiti und Sticker sind da eher selten vertreten) hier mein offiziellstes Resümée der letzten drei Tage.

Einige sehr schöne WGs, mit größtenteils netten, wenn auch stellenweise etwas introvertiert/zurückhaltend wirkendenden „Vielleicht-Mitbewohnern“.

Einige sehr abgefuckte Altbauten, bei denen man dann doch Angst hatte, dass sie den nächsten Winter nicht überstehen.

Die Diskussion ob Kohleofen oder nicht (meine „Freunde vom Fach“ raten ja strikt davon ab.. Hat irgendjemand Erfahrung mit Kohle schippen? Zentralheizung ist dann doch gemütlicher, oder?).

Eine große Liebe zu einer Villa, deren Bewohner mich heute früh mit einer Absage-Sms WECKTEN!

Zweimal „Naja, wir wissen noch nicht, Erstsemester und so.. Aber wir melden uns…“.

Eine chaotische Noch-Männer-WG, die noch halb am Schlafen war, als ich um halb Zwölf (Wie kann ich nur? :) ) anrief, die aber bereitwillig Kaffee kochte und dann erstaunlich viel zu erzählen hatte.

Spontaner Besuch bei Bekannten von Bekannten, die jemanden kennen, bei dem demnächst was frei wird: Hammerschöne, offene und großzügige Wohnung, deren Mietpreis sogar voll in meinem Budget läge (Notiz an mich selbst: Nach weiteren Aussagen von WGs die Hausverwaltung anrufen).

Eine Wohnung genau neben meinen Lieblingsarchitekten. Mit Hochbett. Topp!

Und letzten Endes eine WG mit Leuten, mit denen ich mich noch stundenlang hätte weiter unterhalten können. Wenn da nicht die Abfahrtszeit des Zuges gewesen wäre, in dem ich gerade sitze (Leider ohne Wlan, verdammt. Und mein Buch ist auch schon längst ausgelesen).

Nunja, warten wir ab, was die Zukunft in Richtung Wohnen bringt. Trotz dem ein oder anderen Dämpfer ist die Stadt selbst immer noch ein Traum – vor allem, weil im Gegensatz zum letzten Mal zeitweise sogar die Sonne schien.

Die nächsten Punkte auf meiner viel zu ausführlichen Wochen-to-do-Liste:

Ola feiern.

Arbeiten. (Frühschicht. Hör mir auf!)

Ola feiern die Zweite.

Schlafen.

Einkäufe für Melt!

Viel zu wenig Schlafen.

Melt!

Doch, man könnte sagen, das war und wird eine gute Woche.

Kategorien: freedom · life

Noch

Juli 15, 2009 · Kommentar schreiben

1

Tag bis Melt!

Kategorien: Melt!

Noch

Juli 14, 2009 · 1 Kommentar

2

Tage bis Melt!

Kategorien: Melt!

(Und gestern waren es) Noch

Juli 13, 2009 · Kommentar schreiben

3

Tage bis Melt!

Kategorien: Melt! · life · love

Weimar

Juli 12, 2009 · Kommentar schreiben

Zwecks Wohnung/WG-Suche bin ich gerade in meiner Wahlheimat Nummer eins, schaue mir mehr oder weniger ansprechende Wohnungen an (Nein, bis jetzt war’s ganz gut!), strolche durch die Straßen und – jäi – entdecke stellenweise echt gute Streetart. Hier mal ein paar meiner Entdeckungen, Weiteres folgt vielleicht ja noch.. :)

IMGP2150{Warum der Mac es nach dem Drehen richtig anzeigt, mein Blog aber nicht, kann ich wirklich nicht sagen!!}

IMGP2155{Frauenportraits sind scheinbar gerade in Mode. Ich find’s top!}

IMGP2157{Die daily Portion Wunderland. Zweipunktnull.}

IMGP2165{Kopf schwenk 90° nach rechts.}

Kategorien: art